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Über das Lab

Das Pilat Labs ist das wissenschaftliche Labor des Herztransplantationsprogramms der Medizinischen Universität Wien mit Schwerpunkt auf Translationaler Immunologie und Transplantationsimmunologie. Wo Grundlagenforschung auf klinische Anwendung trifft, entsteht echter Fortschritt. Wir wollen Grenzen überschreiten und signifikante Impulse in der internationalen Scientific Community setzen. Unser Labor steht für wissenschaftliche Exzellenz und ein engagiertes Mentoring, das die nächste Generation von Spitzenforschern gezielt darauf vorbereitet, die Medizin von morgen mit völlig neuen Perspektiven zu prägen.


Mission und Zielsetzung

Innovationen in der Chirurgie und der Immunsuppression haben zu deutlichen Fortschritten im kurzfristigen Transplantatüberleben geführt. Dennoch bleibt die langfristige Organerhaltung eine der größten Herausforderungen der Transplantationsmedizin. Trotz kontinuierlicher Immunsuppression kommt es nach wie vor zu Transplantatverlusten durch chronische Abstoßung sowie zu Nebenwirkungen, die aus der unspezifischen Unterdrückung des Immunsystems resultieren.

Daher ist die Induktion einer immunologischen Toleranz – also die dauerhafte Akzeptanz eines Transplantats ohne chronische Immunsuppression – eines unserer zentralen Forschungsziele. Regulatorische T‑Zellen (Tregs) spielen eine entscheidende Rolle bei der Aufrechterhaltung der Immuntoleranz gegenüber Selbstantigenen. Wir untersuchen Strategien zur Erweiterung und Stabilisierung des Treg‑Pools, entweder durch in‑vivo‑Stimulation oder durch adoptiven Transfer, um eine gezielte Toleranzinduktion zu erreichen.

Ein weiterer Schwerpunkt unseres Labors liegt auf innovativer Organpräservation und Regeneration. Durch den Einsatz moderner Perfusionstechnologien erforschen wir, wie sich Spenderherzen während der ex-vivo Perfusion stabilisieren, reparieren und sogar regenerieren lassen. Ziel ist es, die Herztransplantation von passiver Lagerung hin zu einer aktiven Therapie weiterzuentwickeln.

Beide Forschungsrichtungen verbindet eine gemeinsame Vision: die Brücke zwischen Immunregulation und Organerhaltung zu schlagen, um die Lebensdauer und Qualität transplantierter Organe nachhaltig zu verbessern – im Sinne unseres Leitgedankens „Ein Organ fürs Leben“.